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Konversation

Im Gespräch mit Andreas und Kostas Murkudis

Andreas und Kostas Murkudis unterhalten sich über die Essenz guten Designs und blicken zurück auf ihre gemeinsame lebenslange kreative Zusammenarbeit.

Andreas Murkudis Kostas Murkudis Joseph Roth Diele Berlin

Die Brüder Andreas und Kostas Murkudis sind treibende Kräfte der Berliner Kreativszene. Andreas’ Laden in der Potsdamer Straße verhalf dem Mode-Image der Stadt international zu neuem Ansehen, während Kostas lange Zeit als rechte Hand von Helmut Lang arbeitete und seitdem einzelne Modemarken im Luxussegment hinsichtlich Design, Strategie und visueller Kommunikation berät. Im Folgenden wird ein Einblick in die geschmacklichen Gemeinsamkeiten und die instinktive Zusammenarbeit der beiden gegeben.

 

Andreas über die Ursprungsidee zum Store

„Die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen, war schon immer in meinem Kopf.
Als ich in den 80ern mit Kostas im Urlaub in Griechenland war, sprachen wir bereits darüber. Der Laden unserer Träume sollte nur Dinge verkaufen, die wir wirklich mögen. Wir haben damals sogar eine Liste mit Marken geschrieben. Als ich das Museum der Dinge verließ, arbeitete ich ein Jahr im Design-Studio meines Bruders. Jede Woche fuhr ich von Berlin nach München und machte mir Gedanken, wie so ein Laden tatsächlich umgesetzt werden könnte. Am Ende jenes Jahres eröffnete ich dann meinen ersten Laden in einem Hinterhof. Das war wie ein Testlauf für alles, was folgen sollte.”

„Ich fühle es, wenn ich es sehe. Es hat wirklich etwas mit meinem Bauchgefühl zu tun.“

Kostas über die Räumlichkeiten auf der Potsdamerstraße

„Platz ist Luxus. Es ist wichtig, einen Ort zu haben, der zu deiner Einstellung passt. Andreas` Laden erinnert ein bisschen an die Atmosphäre in einer Kirche. Als sich die Möglichkeit aufgetan hat, die Fläche zu mieten, zögerte ich keine Sekunde. Vorher habe ich immer in einem White Cube gewohnt und mein Zuhause war sogar noch minimalistischer als der Laden. Im besten Fall zeigt der Laden wie eine Collage, was sich gerade in unseren Köpfen abspielt.“

Andreas on understanding good design

„Ich fühle es, wenn ich es sehe. Ich weiß so viel über Design, weil ich schon so lange damit arbeite, davon umgeben bin. Es hat wirklich etwas mit meinem Bauchgefühl zu tun.“

 

Andreas über die Schwierigkeit, die richtigen Marken zu finden 

„Damals kannten die großen Modemarken meinen Namen nicht. Kostas hatte internationale Kontakte, arbeitete viel in New York und war eng vernetzt mit Staff International (Renzo Rossos Unternehmen, das unter anderem Diesel hervorbrachte). Durch Kostas kam ich an Marken wie Maison Martin Margiela und Y-3 ran. Darauf folgten verschiedene Möbelfirmen und Accessoires. Ohne Kostas hätte ich nicht auf diesem Niveau einsteigen können.“

Kostas Murkudis
Andreas Murkudis Kostas Murkudis

Die Brüder arbeiteten zusammen lange Zeit im gleichen Gebäude – in den Industrie-Hallen der ehemaligen Druckerei des Tagesspiegels in der Potsdamer Straße.

Andreas Murkudis Concept Store

Kostas über gesundes kreatives Reibungspotenzial

„In den späten 80er-Jahren hatten wir eine fortdauernde Diskussion über Kunst vs. Design. Ich glaube, am Ende konnten wir uns darauf verständigen, dass wir aus unterschiedlichen Perspektiven an beide Kategorien herantraten. Er kuratierte ein Museum, ich arbeitete in der Mode. Ich liebe die Kunst, aber ich war nie ein Kunstsammler. Ich wollte immer lieber einen bestimmten Stuhl haben als ein bestimmtes Kunstwerk.“

Andreas Murkudis Kostas Murkudis 3

Gutes Design ist ein Gefühl, sagt Andreas. Dieses ihm eigene Gefühl wurde während seiner 15 Jahre als Geschäftsführer des Berliner Designmuseums, dem Museums der Dinge, gefestigt.

Andreas_Murkudis_Marni_Plan C

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Seasonal Update

Wir freuen uns, Plan C, Sacai und Marge Sherwood im Sortiment aufnehmen zu können.